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Rattarium  

Imago

20. Mai 2020

Inhalt, Warnung:
Nacktheit, Erotik, Dystopische Zustände, Einsamkeit, Psychose, Erscheinungen, Naturgewalten (Tsunami, Monsun, Erdrutsch), Science fiction.

Die Kapitel

1. Der Fremde
2. Ten Years After
3. Das Jahr Null
4. Heute
5. Schattenzonen
6. Oder hier die Hörbuch-Datei mit 5 Kapiteln komplett als mp3 herunterladen.
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Dunkeltier

13. Mai 2020

Dunkle Wasser und ein dunkles Wesen mit großen Augen, Ohren und Mund.
Zur Hörfassung des Gedichts Dunkeltier

Das Dunkeltier
es lebt in mir
ganz tief, verborgen
angekettet, eingeschlossen
und doch immer Teil von mir.

Nur manchmal
wenn ich müde bin
dann bricht es aus dem Kerker aus
frisst gierig meine Aura, es sabbert Angst und Zweifel
sein Gift, es lähmt, und es macht furchtbar wütend.

Es blinzelt
denn ihm / uns ist alles nun zu grell
ein jeder Ton ist jetzt zu laut,
das Außen schnürt die Luft ab, schlingt Ketten um uns beide
andere Menschen? zu viel Nähe, zu viel Unruhe. Viel zu Viel.
Flucht! schreit es. Wir… können nicht… entkommen…

Wir ringen still
verzweifelt
rotierend
suchend
bis wir uns gemeinsam erschöpft in den Armen liegen
beide besiegt. Schlaf ein, mein Lieb, schlaf ein.

Audioversion

Länge 1:10 Minuten. Größe: Etwa 1,62 Mbyte.

Geschützt: Bis aufs Blut

2. Mai 2020

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Land- und Forst

25. April 2020

Bunte Blumen auf einem Acker

Blumenwiese

Und wieder haben wir ein viel zu trockenes Wetter, eine dramatische Entwicklung, die sich seit Jahren abzeichnet.

Es könnte in unseren Breiten ein dringend nötiges Umdenken einleiten. Es hätte eine Menge positiver Auswirkungen, die ich nachfolgend anmerken werde.

Wird in diesen Tagen der Acker gepflügt, dann gibt es mächtige Staubwolken. Bei starkem Wind wird der Ackerstaub auch bis über die Landstraßen gefegt.

Kein Strauch hält dieses Treiben auf – es sind keine Hecken mehr da.

Das Klima wird immer trockener, somit auch die Böden, Erosion droht, die Wälder sterben – nicht nur an Trockenheit, es breiten sich Krankheiten aus.

Wir können so nicht mehr weiter machen!
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Was wäre wenn

24. April 2020

zur AudioVersion des Gedichts auf dieser Seite springen.
ein felliges Wesen, Zeichnung
Was wäre wenn – anstelle des zarten Flaums
der meine weiße Haut bedeckt
ein dichter Pelz erwüchse
an allen Stellen
starker Flausch, in Dunkelwolle.
Würdest du mich kraulen wollen?

Locken, die hüftlang aus den Achseln hingen
Schamhaar ringelnd, bis zum Knie.
Das Haupthaar wuchernd, wie eine Korona
die Hals und Nacken schützte
sich willig wissenden Händen öffnete
die zart die Strähnen richten.

Sag, könntest du, meinen Bart flechten
wenn du meine Augen dabei nicht sähest
die verhangen unter üppigem Brauenvorhang
verdeckt, versteckt, verschreckt blinzeln?
Ahntest du wohl den Mund, der begehrend
fragend in den Schnauzer haucht?

Das Beinhaar, lang wie Binsenröcke, es tanzte
um Waden, schützte sie vor Heiß und Eis
und auch am Fuß das Fell ein Sockenproblem löste.
Ob wir eine Schere bräuchten, oder gar ein Messer
um – später – unsere verhakelten Beine zu trennen?

Das Gedicht als Hörversion

Als mp3-Datei (1,5 Mbyte) anhören:

Geschützt: Dickes Ding

24. April 2020

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Geschützt: Selbstfindung

16. April 2020

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peu à peu

13. April 2020

zur Audio-Version des Gedichts
Foto eines Fischeichs, mittels twirl entfremdet. Po an Po mit dir aufzuwachen,
deine Nähe an meiner fühlend.
Ich drehe mich auf den Rücken
noch sind die Augen geschlossen
und spüre, wie deine Lippen meinen näher rücken.
Und zu meinem großen Entzücken
nun deine Hände meinen Körper drücken.
Stück für Stück auf Erkundung gehen
und wiedererwecken,
neu entdecken
ihr Revier abstecken.
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Gesamtsituation unbefriedigend

11. April 2020

Wohin nur mit all den Gefühlen, wenn ich nicht malen kann? Mein jugendliches Ich und die Ratte Ruby auf meiner Schulter. An der Wand dahinter ein LotR- Den Arm ruhig stellen. Weil der Ellenbogen heiß ist und der Schleimbeutel geschwollen. Sagt sich so einfach. Ruhig halten – wenn doch alles danach drängt, die Bilder im Kopf aufs Papier zu bringen.

Gefangen sein im eigenen Haus, im eigenen Ich, in den Zeiten der Corona-Pandemie – es war aushaltbar, weil die Welt da draußen mit den Fingern beschreibbar war, die Augen das Erlebte auf die Windungen im quirligen Hirn projizierten und ab und an das Ventil sich öffnen konnte und Farbe ergoss. Nun drängt es hinein, immer mehr hinein und kann nicht mehr hinaus.

Oder schlimmer noch, es verödet alles, wie meine Pflanzen derzeit auf der Fensterbank, von denen nun die meisten tot sind. Denn – nicht mehr zu schauen, nicht mehr zu schreiben, ist noch schlimmer, es fühlt sich an wie gestorben zu sein und niemand hat es bemerkt.

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Nachtgedanken sind frei

7. April 2020

Wann ist es wohl geschehen
Dass die Nacht keinen Schrecken mehr besaß
Dass finstre Gespenster nicht mehr aus den dunklen Ecken krochen
und unter dem Bett keine Gestalten mehr lauerten.

Das Wann und Wie – es ist nicht wichtig
Nur, dass die Nacht nun sanft behütend, leitend
Fest ihre warmdunklen Schleier um mich legt
und mir die Schwingen leiht, um wieder frei zu fliegen.

Nachtflügel, die auch am Tage – unsichtbar – als Aura schützen
Und Wesen, aus neu entdeckten fremden Welten,
Nicht nur bei nächtlichen Flügen, nun auch beim Licht der Sonne mich begleiten.
Sie feiern, lieben, reden, rätseln, raten – sind. Mit mir.

Ich weiß jetzt, dass schwarzes Licht leuchtet, Angst jedoch keine Farbe mehr hat.
Ein Ariadne-Faden ist seitdem im wirren Chaos erkennbar und hilft
Den Weg zu finden im Labyrinth der Gefühle und Gedanken.
Was sonst alleine nicht gelang, scheint nun möglich. Alles ist möglich.

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