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Rattarium  

Nachtgedanken sind frei

7. April 2020

Wann ist es wohl geschehen
Dass die Nacht keinen Schrecken mehr besaß
Dass finstre Gespenster nicht mehr aus den dunklen Ecken krochen
und unter dem Bett keine Gestalten mehr lauerten.

Das Wann und Wie – es ist nicht wichtig
Nur, dass die Nacht nun sanft behütend, leitend
Fest ihre warmdunklen Schleier um mich legt
und mir die Schwingen leiht, um wieder frei zu fliegen.

Nachtflügel, die auch am Tage – unsichtbar – als Aura schützen
Und Wesen, aus neu entdeckten fremden Welten,
Nicht nur bei nächtlichen Flügen, nun auch beim Licht der Sonne mich begleiten.
Sie feiern, lieben, reden, rätseln, raten – sind. Mit mir.

Ich weiß jetzt, dass schwarzes Licht leuchtet, Angst jedoch keine Farbe mehr hat.
Ein Ariadne-Faden ist seitdem im wirren Chaos erkennbar und hilft
Den Weg zu finden im Labyrinth der Gefühle und Gedanken.
Was sonst alleine nicht gelang, scheint nun möglich. Alles ist möglich.

Geschützt: Mermaid

3. April 2020

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Darkness – Flucht aus dem Traum

19. März 2020

Im Dunkel der sterbenden Nacht – aural duellieren sich Amselmänner
Es gibt keine Opfer, sie haben ihre Reviergrenzen abgesungen.
Ein Wesen rennt durch die Finsternis und rennt und rennt immer weiter
Graziel und tödlich, kurzes Kleid, langer Speer, kein Ziel.
Seenebel in den Straßen, die grunzenden Schatten darin weichen ihr aus.
Sind es irdische Affen oder Kreaturen einer anderen Welt?

Sehr junge Männer, zwei, weiß wie unkolorierte Zeichnungen.
Sie stehen am Eck, sehen die Läuferin, wollen Dinge sagen
Sagen sie nicht, trauen sich nicht, ein MedusaBlick friert sie ein.
Ihre leichtfüßigen Schritte verhallen hinter der Biegung
Der lichter werdende Morgen vertreibt die Schleier
Der Tag schmeckt schalgrün, Gravitation setzt ein.
Es ist …

Rezension: Wie die Welt sein sollte

15. März 2020

Das Buch-Cover, Gebirgslandschaft mit im Fels hockender Figur. Es geht diesmal um Myrie Zange, ein fantastischer Roman in sechs Bänden, von @karlabyrinth.
Bisher erschienen ist Band eins, als Druckversion, PDF und Hörbuch, Band zwei liegt online ebenfalls als PDF bzw. auch epub-Datei vor und soll demnächst (2020) in Druck gehen. Band drei wird derzeit geschrieben.

Diese Buchbesprechung handelt zunächst von Band eins,
Myrie Die Symmetrie der Schneeflocken.
Vermutlich zunächst. Vielleicht schreibe ich auch noch etwas zu den Fortsetzungen.

Darum geht es im Buch

Wir lernen im Prolog Myries Mutter und Vater kennen. Es ist ein seltsamer Einstieg, da die Mutter ihr Baby beim Vater besser aufgehoben sieht, es ihm übergibt und dann aus Myries Leben verschwindet. Der Vater, ein Tischler, der bereits liebevoll drei Kinder alleine großzieht, nimmt sie jedoch gerne auf und die Lesenden sind gespannt, wie es weiter geht.
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Was du nicht siehst

5. März 2020

Der Text zum Anhören nachfolgend als flac-Datei, gesprochen von karlabyrinth:

Du gehst an mir vorüber, nur flüchtig streift mich dein Blick.
Uninteressant!
Was dir entgeht, ist nicht für das Auge gemacht
Du sitzt mir gegenüber, dein Blick spricht Bände
Ich kann dich nicht ansehen, weiche dir aus.
Unsichtbar!
Was du siehst, mag grau erscheinen
Verknotet, vernarbt, verwunschen, farblos
Interferenzen tarnen mein Selbst.
Mimikry!
Du würdest es sehen – wenn du wolltest, wenn du wüsstest
Meine Empathie strahlt leuchtend bunt, aus dem Inneren heraus.
Wirbelt, strudelt, weint, schreit, kichert, lacht, bebt,
ist glücksgrün, sternenblau, leidenschaftlichrot, schreiendgelb, sapioweiß, behütendorange, zärtlichrosa, transparentfeucht, lilaverlangend, abgrundtiefscharlach, lackschwarz.
Dyson-Sphären-Universum!
Schließe deine Augen. Atme mich, schmecke mich, höre mich
Be-greife mich – und sieh, was ich bin. Für dich.

Gedanken beim Duschen

22. Februar 2020

Warmes Wasser auf der Haut zu spüren – wohltuend sowohl nach einer Wanderung in kalter Winterluft als auch im heißen Sommer, um Salz und Schweiß abzuspülen. Oder nach einer ereignisreichen Nacht.

Könnte ich vernünftige Comics malen, dann wäre nachfolgende Zeichnung wohl eine Kurzgeschichte in Bildern geworden.

CN: NSFW
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Ode an das Meer

13. Februar 2020

Ich bin mein eigener Ozean
und habe Salz auf meiner Haut
und in den Tränen Sand.

Ich bin mein eigener Ozean
das Meer rauscht kalt durch Venen
bin Brandung auch und zugleich Gischt
bin tief und weit und ströme.

Ich bin mein eigener Ozean
trag‘ Schiffe weit und fern
hab‘ Sehnsucht nach Gestaden
Fühl‘ keine Angst, du kleiner Wal
ich nehm‘ dich mit in Neptuns Garten.

Ich bin mein eigener Ozean
gehorsam nur dem Mond
und lass mich werfen auf den Strand
als hätt‘ ich keinen Willen
ich nehme Land und gebe Land
Ich bin mein eigenes Meer.

Insomniagedankensuppe

1. Februar 2020

Zwischen den Zeilen ein Versprechen gelesen
Mit gefesselten Händen windet sich Libido
Das Leben als Plagiat
Sei wie der Igel, lass alle nur deine Stacheln sehen
Wer dich kennt, weiß es besser.

Schmetterlinge im Herbst

27. Januar 2020

Leise drehte er den Schlüssel, zog ihn aus dem Tor und schaute noch einmal zufrieden über das Gelände des kleinen Tierheims, das friedlich in der Nachmittagssonne lag. Allen Tieren ging es gut – soweit man das von in Käfigen eingesperrten Lebewesen sagen konnte. Er hatte gereinigt, was nötig war, hatte Auslauf gewährt, wer ihn brauchte und hatte freigiebig Streicheleinheiten verteilt. Die Tiere liebten ihn, sie waren ungewöhnlich ruhig, wenn er in der Nähe war. Das war an den Besuchstagen anders. Wenn Menschen durch die Gänge liefen, um sich die Tiere anzusehen, die ein Zuhause brauchten. Er mochte keine Menschen. Er verstand sie nicht. Bei den Tieren war das anders. Er konnte sie „lesen“. Er wusste einfach, wie es ihnen ging, was sie dachten und was sie brauchten. Und weil die Tiere sich verstanden fühlten, vertrauten sie ihm.

Die Hauptmittagszeit war vorbei, deshalb steuerte er den Imbisswagen am Stadtpark an. Der Ort war abgelegen und das war ihm nur recht. Dass der Imbiss trotzdem gute Geschäfte machte, lag daran, dass in der Nähe ein Gymnasium und eine U-Bahnstation lagen. Und dass Yussuf und Sabine, denen der Küchenwagen gehörte, die besten Falafel-Döner der Stadt machten. Bei dem Gedanken an Essen, meldete sich lautstark sein Magen. Um diese Zeit sollten kaum Gäste da sein und falls doch, würde er sich das Essen einpacken lassen und daheim essen.
Als er jedoch um die letzte Baumgruppe bog, flatterten plötzlich Schmetterlinge und auch Hummeln in seinem Bauch. „Sie“ war da. Der einzige Mensch, der sein Herz schneller schlagen ließ. Ein wenig hatte er schon gehofft, ihr hier zu begegnen. Es war Mittwoch und an diesem Wochentag war sie öfters hier. Mehr wusste er allerdings nicht von ihr.
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Schrei-berei

10. September 2019

Ein Jungreh sieht her, Zeichnung. Jaja… jede Woche schaffe ich wohl nicht zu schreiben, jeden Monat ein Beitrag – das sollte doch möglich sein. Ein Blick auf den letzten Eintrag von Februar verrät: Nein, funktionierte nicht.

Hatte ich vor ein paar Jahren noch den Fotoapparat als Haupthobby, komme ich nun fast gar nicht mehr dazu. Ein schneller Schnappschuss mit dem Handy muss meist reichen. Weil ich meist mit Hund unterwegs bin. Eins geht halt nur.

Dafür hat sich daheim der Malen/Kritzeln/Zeichnen-Virus stark ausgebreitet. Anfang des Monats hatte ich vier tägliche Zeichen-Challenges bedient. Das geht auf Dauer natürlich nicht. Das reale Leben hat auch so seine zeitlichen Tücken.
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