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Wiesenhofhähnchen im Angebot

Eine Frage, die so alt ist, wie die Überlegung, ob zuerst das Ei da war oder das Huhn, treibt mich um. Nachdem im öffentlich rechtlichen TV-Programm letzte Woche ein Beitrag über die Zustände in Hähnchenmästereien ausgestrahlt wurde und deutschlandweit daraufhin die Diskussionen um Massentierhaltung aufflammten, gingen bereits in dieser Woche die Angebotspreise für Tiefkühlhühner in den Keller.

Ist das nun eine Folge der freien Marktwirtschaft, dass sie die ohnehin zu Dumpingpreisen durchgeführte industrielle Zucht, Mast und Schlachtung aus Angst vor Verbrauchers Kauf-Verweigerung mit noch tieferen Kalkulationen in die Läden bringt?

Oder war das Ganze gar eine abgekartete Sache? In dem Sinne, dass auch negative Publicity eine Werbung bedeutet. Wiesenhofs sind nun so im Fokus der Aufmerksamkeit, wie es durch keine Werbekampagne für dieses Federvieh bekannter gemacht werden könnte. Ein Broiler (so hießen die in der DDR) für 3,33 Euro Ladenpreis herzustellen, ist eigentlich unmöglich. Aber wenn es der Käufer so akzeptiert, baut es zumindest den real existierenden Überschuss an toten Hühner ab.

Mahlzeit.

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