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Glossen

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An dieser Stelle werden Glossen veröffentlicht.

Geschichten, die das Leben schrieb. Erlebtes auf den Punkt gebracht. Und nur gaaanz wenig übertrieben! 😎
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Als Beispiel für die zu erwartenden Lesefreuden mag diese Betrachtung über zu-kurz-geratenes dienen:

Der Kleine Unterschied

oder manchmal fehlt nur ein kleines Stück

Gedankenlos die Treppe aufwärts beschritten, am Ende nicht mitgezählt, ins Leere getreten.
„Wirf mir mal die Autoschlüssel herüber!“ … zu kurz gegriffen, das Schlüsselbund landet im Gully, auch hier fehlt wieder etwas, am Arm nämlich, wir können es nicht fassen, im wahrsten Sinne.

Wer kennt sie nicht, die Abwesenheit von wenigen Zentimetern im Alltag. Würde man alle diese fehlenden Stücke im Laufe eines Lebens sammeln, wie weit-reichend wären die Konsequenzen… ?
Mancher Mann hätte es lieber etwas kürzer, das Kleid der Partnerin, dafür hätten wir Frauen es manchmal gern etwas länger… 😉

Das war schon in der Kinderzeit so mit dem Kleinen Unterschied: Beim Weit-Pinkeln hatte ich als Mädchen nie eine reelle Chance. Obst hing grundsätzlich zu hoch und Hosen waren eh immer zu kurz.

„Um Haaresbreite“ ist schon arg eng vorbei – oder auch nicht, wenn das Wild mal wieder nicht schnell genug von der Straße kommt und dann doch Haare oder gar das Leben lassen muss. Womit wir wieder beim Auto wären. Demselben Auto, dass auch schon mal gerne 100m vor der nächsten Tankstelle liegen bleibt. Mit dem wir in der Stadt nie einen passenden Parkplatz finden, weil die Behörden nur noch Lücken für Kleinstwagen bereitstellen und wir doch ein richtiges Auto fahren, wenn es nicht grade nutzlos vor unserem Haus stünde, weil dessen Schlüssel etwas zu tief gelegt wurde.

Man erinnere sich nur an Puzzle-Spiele. 1000 Teile. Und das letzte Teil fehlt!
Oder an den Schrank von einem bekannten schwedischen Möbelhaus, wenn man/frau das Teil voller Heimwerker-Elan zusammengeschraubt bekommt, ohne ein Wort schwedisch zu verstehen und am fertigen Hopen, Stolmen oder Leksvyk fehlt dann ein Türknauf.
Gar mancher Briefträger jedoch dürfte recht froh sein, wenn Fiffis Leine mal wieder kurz genug war, um sein Hosenbein vor Beschädigungen, Verlust oder Schlimmerem zu bewahren.

Ganz dramatisch wird die Situation, wenn im Kriminalroman die Seite fehlt, auf der endlich der Leser erfahren sollte, wer der Mörder war. Fragt man/frau sich da nicht, ob man/frau die Zeit am Wochenende nicht lieber anderweitig verbringen sollte? Mit Ausflugs-Reisen beispielsweise. Nur, um dann am Bahnhof festzustellen (der Autoschlüssel liegt ja immer noch im Gully), dass der Zug ausnahmsweise keine Verspätung hatte und wir ein Stückerl zu spät dran sind. Hätten wir mal nicht so lange gelesen.

Entnervt nehmen wir ein Taxi nach Hause, um den Rest-Sonntag gemütlich vor dem Fernseher zu verbringen und den Film anzusehen, den wir tags zuvor am Videogerät einprogrammiert hatten. Hätten wir die Kassette vorher doch ganz zurückspulen sollen?
Es fehlt wieder nur ein kleines Stück und wir hätten erfahren, ob …. aber ach – nach der Werbepause ist Ende.

Und die Moral von der Geschichte?
Wer zu spät kommt, den bestraft die Werbung, Gullys sind zuweilen an der falschen Stelle und das Wochenende ist immer zu kurz.

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