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Shortstorys

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leseratte
Im Laufe der Zeit entstandene kurze Geschichten (Shortstorys). Um ehrlich zu sein: manche sind etwas länger geworden, aber durchaus lesbar.

Von 2001 bis 2007

Wie alles begann

Januar 2001. Mein Einstieg ins Internet. Der Provider verlangte 10 Stunden Mindestnutzung. Im Monat! Wie sollte ich die blos vollkriegen, was macht frau so lange im web? Meinen Computer, eine zusammengewürfelte Kiste, hatte ich auch noch nicht so lange, ab und zu ein paar Briefe, ein paar Spiele, das war’s. „Pharaoh“ war das erste größere Highlight, ich habe Tage und Nächte durchgespielt. Aber eigentlich bin ich mehr der Adventure-Typ, und Raumschiff Titanic nach Douglas Adams klang vielversprechend. Spiel gekauft, Nächte geknobelt, steckengeblieben. Auf der Packung eine www-Adresse: Das SST Forum!

Die Art , in der dort geschrieben wurde, fand ich mehr als ansprechend. Ich habe zunächst nur ein wenig mitgelesen; allein die privaten Beiträge dieser Leute waren zum Weglachen. Aber ich brauchte ja immer noch einen Hinweis für das Spiel, also einen nick-name ausgedacht (witzigerweise gab der Provider den Standort für meinen Compi als „zuhause“ an, voilá @home war geboren), und vorsichtig nachgefragt. Was war ich aufgeregt beim ersten Mal! Hihi. Nun, das Spiel ist nicht sooo lang und so hatte ich es dann auch bald durch und wurde zum Captain befördert. Und blieb dem Forum treu, ich fühlte mich unter Gleichgesinnten.

Die anderen Captains, die sich zum Teil schon lange Monate kannten, schienen mich auch zu mögen und so wurde ich auch zum clubeigenen Fotoalbum eingeladen. Am liebsten hätte ich ja auch ein Foto von mir reingestellt, aber es gab nicht ein aktuelles. Und so fing dann alles an: Weil ich kein Foto hatte, dachte ich, malste dir eins und stellst das rein. Ich hatte ja die letzten 20 Jahre keinen Zeichenstift mehr in die Hand genommen, dabei hab ich früher jede freie Fläche vollgekritzelt. Plözlich war ein Damm gebrochen, ich konnte gar nicht mehr aufhören zu zeichnen. Nebenbei hab ich auch mein ebenso verschüttetes Schreibbedürftnis weiter ausleben dürfen. Und obendrein bekam ich für meine veröffentlichten Spielereien auch noch jede Menge Anerkennung von meinen Cyberfreunden.

Ich hatte bisher nicht viel vom Leben erwartet, und habe auch wirklich nicht viel bekommen. Naja, das kommt auf den Standpunkt an und meine seelische Verfassung. Grins. Vom rein Biologischen her habe ich mein Soll erfüllt, habe meine Gene weitergegeben. Manchmal jedoch schlägt alles über mir zusammen und ich denke, es waren nicht nur die Gene, es war mein Leben, dass ich eintauschte. Nun, diese Situation ist nur durch die Zeit zu lösen, hoffe ich, ansonsten bleibt das alles ziemlich aussichtslos und ist nicht zu ändern. Um so wichtiger ist mir inzwischen dieses Ausklinken aus der Realität geworden. Mein spielerisches Versenken in etwas Kreatives, etwas Beständiges. Mein Staunen über die Dinge, die aus mir entstehen und durch mich. Meine Kontakte, inzwischen weltweit, zu den verschiedensten Personen jeden Alters, die mir ungeahnte Anregungen und Einblicke in nie vermutete Gedankenwelten gaben und weiterhin geben.
(Nachtrag 2007: Und längst sind 10 Stunden monatliche Online-Zeit überschritten. Während ich diese Homepage renoviere, werden schonmal 10 Stunden täglich daraus. Mit Pause, versteht sich! 😎 )

Frage an den Leser: hat sich seit Januar das Wetter geändert? Wenn frau am PC sitzt verliert sie jedwedes Gefühl für Raum und Zeit. Wer braucht schon Essen und Trinken oder Schlaf? Ist das Internetsucht? Vielleicht sollte ich mal nach Selbsthilfegruppen suchen. Muss ich gleich mal im Internet nachschauen …..

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