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Old Dog – New Tricks

sitz Man sollte es nicht glauben, wie schnell ein 15 Jahre alter Hund neue Tricks lernen kann. Nun ist unser Oldie sicher nicht einer der hellsten Kerzen im Leuchter. Aber gegen Bezahlung funktioniert auch sein Intellekt plötzlich wieder.
Meine Vermutung ist ja, dass der Kleine früher als Toy behandelt wurde… also eher nicht in Grundgehorsam ausgebildet ist. Einzig versucht er immer Männchen zu machen, aber das ist ganz sicher nicht mein Ziel bei ihm. Das mag für seinen Rücken schmerzhaft sein und außerdem finde ich es zutiefst albern. Muss er also nicht.
Ich verlange eigentlich nur, dass er zuverlässig zu mir kommt, wenn ich ihn rufe. Das hat bei einem fast tauben Hund so seine Tücken, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Wenn er mich und das Kommando bemerkt, rast er heran. Wenn er allerdings grad beim rasen ist, wie gestern in der Feldmark – was für eine Lebensfreude noch in dem alten Knochen steckt! – dann ist er etwas schwer zu stoppen. Aber dafür hat er ja die kleine Schleppleine am Geschirr.

Gestern war also bewegungsmäßig ein guter Tag für ihn. Da er hier noch nie Anstalten machte, sich hinzusetzen, hatte ich das bisher auch nicht von ihm verlangt. Er steht sehr auf die leckeren getrockneten Fleischstückchen, die ich als Treats immer dabei habe. Er hat halt einen ganz einfachen Geschmack: immer nur das beste und teuerste, seufz. Jedenfalls hielt ich ihm, als er vor mir stand, so ein Ding vor die Nase, etwas über seinem Kopf und prompt versuchte er sein Männchen-Ding, tänzelte etwas steif und saß dann plötzlich auf dem Steert. Bravo. sofort das Leckerchen rein. Gleich nochmal und jetzt mit Handzeichen für Sitz. Good Boy!

Ein paar mal übten wir das noch, und es klappte schließlich recht gut. Müssen wir heute, wenn der Herr endlich wach geworden ist, nochmal probieren. So richtig Klick hat es vielleicht noch nicht gemacht, aber woher soll er auch wissen, dass er was lernen soll. Die Kleinhunde werden in dieser Richtung meist unterschätzt und nicht gefordert. Ich kann ihn nicht mehr mit Gassi-gehen auspowern, aber in Haus und Garten finden wir immer was zu tun, um seinen Grips anzuregen.

Das mit der Futtersuche hat er ja auch endlich kapiert. Nein, eigentlich besteht er mittlerweile auf das Verteilen des Hundefutters im Garten.
Morgens allerdings wird die winzige Schüssel nicht nur mit Nassfutter gefüllt, da kommen dann auch seine Medikamente drunter. Gestern war es ganz arg. Entwurmungspille, Gelenkpille, zwei Sorten Öl, sein Schmerzmittel und ein Spot-on im Nacken. Dazu ein Hauch lauwarme Rinderbrühe und Stücken Geflügelwurst, um die Pillen zu verstecken.
Aufwand? Ja, denn es lohnt sich total. Ist mein Herzenshund schmerzfrei/glücklich, freut sich sein Mensch.

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