Kläranlage Dollbergen

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Die Kläranlage am Pappelweg

In der Chronik p. 311



Abwasserbeseitigung früher

Fäkalien galten als Dünger. Mit Zunahme der Bevölkerung waren Sickergruben oder offene Misthaufen nicht mehr zeitgemäß. Nach dem Anschluss an die Trinkwasserversorgung (1959) wurde auch die Entsorgung des Brauchwassers geregelt. Als Zwischenlösung ließ man auf Bestellung Fäkalienfahrzeuge aus Peine kommen.

Industrieabwässer

Laut Chronik besaß die Gasolin ein eigenes Werksklärwerk und führte die Abwässer über einen Graben in den Kanal. Pfeiffer und später Haberland jedoch führten ungeklärt ab, in den Sieksgraben, der im Volksmund auch Stinkegraben hieß (er quert die Ackersbergstraße kurz vor dem nördlichen Ende). Der heutige Betreiber des Greiser-Geländes, die MRD, ist Großeinleiter vorgeklärten Abwassers und Abnehmer des kommunalen Klärschlamms (der in die Landwirtschaft geht).

Der Bau der Anlage

das alte Becken, 2008

Auf einer Wiese am Pappelweg enstand im Jahr 1967 die Kläranlage, die Kanalisation wurde ab 1965 angelegt. 1969 tritt das Dorf dem Wasserzweckverband des Landkreises bei. Der "Wasserverband Peine" übernimmt 1996 unter anderem in Uetze nicht nur die Wasser-Versorgung sondern auch die Abwasserbeseitigung.


Umbau und Erneuerung

Der Umbau durch den Wasserverband-Peine wird bei laufendem Betrieb durchgeführt und soll im Herbst 2010 beendet sein. Begonnen wurde mit den Arbeiten im Juni 2009, der offizielle Spatenstich fand am 25. August statt.

Neue Belebungsbecken von 31 mal 21 Metern und mit einem Fassungsvermögen von 2500 Kubikmetern, werden gebaut, Mikroorganismen übernehmen den in Reihe liegenden Becken biologisch-chemischen Abbau. Ein 1000 Kubikmeter-Zulastspeicher soll Schwankungen in der Verarbeitung ausgleichen. Die alten Becken werden umgebaut und zur Nachklärung genutzt.

Nach Erweiterung und Modernisierung für rund 3,75 4,5 Millionen Euro entspricht die Kläranlage wieder den gesetzlichen Bestimmungen für die Grenzwerte. Die Leistung wird auf etwa 10.000 Einwohnerwerte erhöht, später werden auch Ortschaften Katensen und Schwüblingsen an das Abwassesystem Dollbergens angeschlossen.
Die erneuerte Kläranlage geht im Sommer 2011 in den Regelbetrieb, offizielle Einweihung am 8. September.

Foto der Pläne

vom 25. August 2009
Neubau und Erweiterungsplanung, der rechte Teil ist die nördliche Erweiterungsfläche mit den Belebungsbecken und Betriebshäusern.

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