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Gasolingelände - Änderung Flächennutzungsplan- Abstimmung (Hallo-Dollbergen)

Oliver Katenhusen, Dienstag, 14. Februar 2012, 17:09 (vor 2107 Tagen) @ SCHMIDTKE

Okay, natürlich war die Abstimmung manipulierbar. Aber die Frage-Alternativen waren ja auch schon etwas komisch formuliert. Denn "da wächst kaum was" können ja wohl selbst die Befürworter eines neuen Gewerbegebietes kaum behaupten. Um (selbst im Winter) zu sehen, dass da sehr wohl ´was wächst, reicht es ja schon aus, sich mal an den Zaun zu stellen. Und dass da Zauneidechsen, Fledermäuse, Vögel usw. vorkommen, wird ja wohl auch kaum jemand bestreiten wollen.
Übrigens gibt es genau dazu, d.h. zur Tierwelt usw., ein Gutachten und eine Kartierung von einem Planungsbüro, das für die Änderung des Flächennutzungsplanes erstellt wurde. Kein Gutachten und keine Kartierung, sondern eine Stellungnahme (und das ist ´was Anders!) zu dem Vorhaben gibt es dagegen vom BUND, Bund für Umwelt und Naturschutz. Leider wird aber von einer BUND-Kartierung auf dollbergen.de im Artikel "Regionstour startete in Dollbergen" vom 30. Januar gesprochen (http://www.dollbergen.de/regionstour-startete-in-dollbergen/). Wahrscheinlich geht diese Fehlinformation auf eine Pressemitteilung der lokalen SPD zurück, die auch dazu führte, dass der HAZ-Anzeiger am 1. Februar meldete, dass der Uetzer Naturschutzbeauftragte Erhard Zander die Umsiedlung der Zauneidechsen für relativ einfach und schnell zu bewerkstelligen hält. Diese falsche Aussage musste Herr Zander dann in der nächsten Ausgabe der Anzeigers gerade rücken.
Dass solch falsche Informationen wie das angebliche BUND-Gutachten und die angeblich leichte Umsetzbarkeit (oder besser: Vertreibung) der Eidechsen in die Welt gesetzt werden, zeigt, dass allmählich der Wind etwas rauer weht und die Sachlichkeit darunter leidet. "Interessierte Kreise" versuchen offenbar, den Wert des Geländes für die Natur in Frage zu stellen bzw. die Probleme mit den "hinderlichen" Eidechsen kleinzureden.
Unbeantwortet bleibt aber weiter die Frage, warum gerade hier gebaut werden soll. Peter Schneider hat in seinem Beitrag vom 12. November 2011 völlig Recht, wenn er fragt, warum das Gasolingelände mit seinem Wert für die Natur "versiegelt" werden soll und warum die Solaranlage nicht einfach auf dem Acker gebaut werden kann, der jetzt als so genannte Ersatzfläche angedacht ist. Ja, warum? Vielleicht, weil das "wertlose" Gasolingelände unbedingt zu Geld gemacht werden soll und dabei ggf. sogar noch Fördergelder "mitgenommen" werden sollen, egal, wie wertvoll es für die Natur ist...?

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