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Neuer Freund der Zauneidechsen (Hallo-Dollbergen)

Peter Schneider @, Dollbergen, Samstag, 12. November 2011, 20:32 (vor 2201 Tagen) @ Kaiser

Schon im Vorfeld habe ich mich immer wieder über die Selbstheilungskräfte der Natur gewundert, die man einfach 30 Jahre sich selbst überlässt und die aus stinkender Brühe in früheren Kellern „Trinkwasser“ macht.
Über Jahre hinweg haben wir auf dem „Gasolingelände“ das Grünzeug für unser Schützenfest geholt. Nach Absprache hat uns der hierfür Zuständige den Bereich zugänglich gemacht und die Fahr- und Gehroute zwischen einsturzgefährdeten Kellerdecken vorgegeben. Und das alles ist jetzt nicht so schlimm. Toll!
Die Erweiterung um Parkplätze im südlichen Bereich leuchtet mir ein. Der bisher gewerblich genutzte Teil musste besenrein übergeben werden. Was ist denn mit den damals groß angefangenen Gewerbegebieten mit Gleisanschluss Gl Nord II und III? Eine Halle und ein Gebrauchtwagenabstellplatz: tolle Entwicklung.
Wie viel Photovoltaik könnte man hier hinstellen! Deren Fans müssten doch schon längst Kulleraugen haben. Warum kann man das derzeitige Vorzeigeobjekt Nord-West nicht erweitern, statt die Spiegelflächen überall zu verstreuen?
Über Jahrzehnte hat sich ein Bereich entwickeln können, in dem sich die Zauneidechsen und weitere Tiere in dem spärlichen Bewuchs und Sonne wohlfühlen. Stattdessen bereitet man in einem Handstreich den Acker im Osten einfach schnell auf, spielt mal kurz Schöpfer und Natur und siedelt dann die Tiere um. Danach wird ihr jetziger Wohnraum „versiegelt“. Warum kann man nicht auf diesem Acker Betonstreifen anlegen und Sonnenfänger nach Süden ausrichten?
Ich bin wahrlich kein grüner Verfechter, aber wie hier Volksvertreter, Gutachter und Ausschüsse „zum Wohle“ der Allgemeinheit mit Acker-, ausgewiesenen Industrieflächen und Natur umgehen, kann mir als Wähler keine Bewunderung entlocken. Warum kann man nicht erst mal die für industrielle Vorhaben vorgehaltenen Flächen einer vernünftigen Nutzung zuführen? Hat doch alles schon Geld gekostet.
Es ist für mich immer wieder erschreckend, wie Profilierungsbestreben und vielleicht auch parteipolitische Zwänge andere vernünftige und sinnvolle Überlegungen einfach zudecken.
Herrn Zanders Bedenken, die kleinen Hüpfer in nur 6 Tagen zu fangen und umzusiedeln und seinen weiteren Vorschlägen kann ich mich nur anschließen und schlage mich voll auf die Seite „unserer“ Zauneidechsen.
Was nützt hier noch ein Protest Einzelner gegen Vorzeigeobjekte der Gemeinde oder neue lukrative Energiequellen?
@Pro Industrie und Dexter
(wer auch immer das ist = Nonames. Mit solchen Namen postet man bei Twitter oder Facebook, aber doch nicht hier. Wohl keinen Arsch in der Hose um die eigene Meinung auch öffentlich zu vertreten) sagt „Im übrigen gehört etwas mehr dazu um aus einer Brachfläche ein Biotop machen zu wollen.“
Oh, wie wahr. Auf Fotos innerhalb der Raffinerie kann man die Auswirkungen der Luftangriffe auf dieses Gelände sehen, im Ostteil sind die Fundamente der alten Tanks noch vorhanden und … und … Lösung: Dreck drauf schmeißen, bisschen warten: Industriegelände.
@Kaiser
Bitte sachlich bleiben, die Raffinerie stinkt schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Dann mal lieber die Karo As-Mitarbeiter fragen, was stinken heißt. Im Turmgebäude am Schreibtisch sitzen und sich mit Tränen in den Augen angucken und sagen: „Ach ja, Säureharze!“ oder eine kleine Verpuffung. Die sind über die Jahre immun, so dass ein bisschen Gärung nichts ausmacht. Wer darüber hinaus immer noch in Dollbergens Indutrie-Norden meint wohnen zu müssen, der braucht wohl Fernlastverkehr und Industrie-Nähe.
Dem normalen Dollberger Bürger ist die Raffinerie sowas von egal, zumal sich das Unternehmen in „hervorragender Weise“ im Ort engagiert. Mir zumindest ist es so ziemlich egal, ob hier was in die Luft fliegt oder ob noch Biomethanisierung von Baby- und Seniorenwindeln folgen.
(Beispiel: Stiftung-Liebenau „Windel-Willi“ „Neben zwei Holzhackschnitzelöfen – einer davon mit Stirlingmotoren – ist nun mit dem Windelverbrennungsofen die dritte Komponente in Betrieb.“ und „2,1 Millionen Windeln aus ihren Einrichtungen in der Alten- und Behindertenhilfe und jährliche Entsorgungskosten von 350 000 Euro: Diese Zahlen waren den Verantwortlichen in der Stiftung Liebenau im Jahr 2002 Grund genug zum Handeln. Gesucht wurde eine Lösung, die wirtschaftlich und zugleich ökologisch ist.“)
Nur zu. Wir haben Gott sei Dank überwiegend Westwind.
Den Neuen-Energie-Trip werden wir nicht aufhalten. Dabei zahlen die Bürger munter drauf für nicht abgenommene Energie, weil die Netze diese Mengen immer öfter zeitweise gar nicht mehr verkraften können (siehe Bericht HAZ vom 2.11.2011 „Das veraltete Stromnetz bremst die Energiewende aus.“ und „Die Netzbetreiber holen sich das Geld dann über die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz vom Verbraucher zurück.“).
Ich habe den Eindruck, dass die Gemeinde nur sieht, ob es sich für sie rechnet und das Siegertreppchen winkt.
Und von Dollbergen bis Uetze ist noch so viel Platz ...

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