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Casper auf Abwegen

Casper im Winter Nun, es hat einige Tage gebraucht, um Caspers Nahtod-Erlebnis zu verdauen. Am Valentinstag wäre es der Fußhupe beinahe letzter Atemzug gewesen.
Ich hatte ihn frühmorgens für eine erste Schnupperrunde in den Garten gelassen und wartete drinnen, dass er an der Terrassentür wieder auftaucht. Es schneite und ich hatte nur Sandalen an den Füßen und so blieb ich in der Küche und bereitete sein Futter vor. Ab und an schaute ich auf die Terrasse, wo er denn abblieb. Außer ein paar Pfotenabdrücken unten an der Treppe war von ihm nichts zu sehen. Und dann hörte ich sein ersticktes Kläffen.

Bin dann also trotz der Sandalen raus, um nachzusehen. Der Blick fiel auf den Teich. Er wird doch nicht… Doch er war es, der im eiskalten Wasser verzweifelt um sein Leben schwamm. Keine Chance für ihn, an der steilen Wand zu entkommen. Drei Seiten am Teich sind abgesenkt, aber er versuchte ausgerechnet am Steilufer herauszukommen.
Und ich habe nur so eine Vermutung, wie er hineingeraten konnte. Wahrscheinlich wollte er ausgerechnet an dieser Stelle trinken und ist wohl kopfüber abgerutscht.
Hätte er sich nicht gemeldet und wäre ich nur eine Minute später gekommen, wir hätten ihn so schnell nicht gefunden. Bevor ich ihn zu fassen bekam, geriet sein Kopf i8mmer wieder unter Wasser, der Kleine war schon ziemlich am Ende. Nass wie eine Ratte schaffte er nicht mal mehr die vier Stufen zur Terrasse hoch.

Dann habe ich drinnen das schockierte zitternde und röchelnde Tierchen in ein Handtuch gewickelt und hatte ihn für eine halbe Stunde auf dem Schoß, bis er sich vom BeinaheAbsaufen beruhigt hatte. In Gedanken ging ich hektisch sämtliche Notfallmöglichkeiten durch, bis auch ich ruhiger wurde und feststellte, was das Beste für das Tier war: ihn einfach warmhalten, einfach nur halten.

Als das Zittern allmählich aufhörte und er sich auch wieder bewegen konnte, wollte er wieder auf den Boden. Er ist leider ja kein Schmuser oder Schoßtier. Den Napf mit seinem Hundefutter lehrte er ruckzuck und anschließend wollte ich ihn in den abgesperrten Bereich vor der Haustür bringen, dass er nochmal pinkeln konnte. Dort abgesetzt, fing er sofort wieder an zu zittern und ich brachte ihn wieder rein.
Fünf Minuten später hat er ins Wohnzimmer gemacht. War mir sowas von egal in dem Moment. Schließlich ist er nicht abgesoffen und vermutlich wird er seinen Jahrestag im April mit uns begehen können. Für alles andere gibt es Windeln.
Ich erwäge auch den Kauf einer Hunde-Schwimmweste…

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